Zahnarztpraxis Gabrielistraße

Eichstätt

Mitten im barocken Stadtkern von Eichstätt wird ein ehemaliges Ladengeschäft zu einer Zahnarztpraxis umgenutzt. Die Praxis zieht sich dabei über die beiden Gebäudeteile des denkmalgeschützten Ensembles, dessen älteste Teile aus der Barockzeit stammen, von der Gabrielistraße zur Pedettistraße.

Um den Höhenunterschied der beiden Straßen zu überwinden, staffeln sich die verschiedenen Bereiche der Zahnarztpraxis: Empfangs-, Behandlungs- und Laborbereich auf verschieden hohen Ebenen vom Öffentlichen ins Private. Die öffentlichen Bereiche erhalten mit einem Bodenbelag aus Solnhofer Platten einen sehr ortstypischen Bodenbelag.

Die offenen Bereiche des Empfangs, des Wartezimmer und der Erschließungsbereiche werden durch eine Deckenlandschaft aus großformatigen Voutendecken, dem Barock entlehnt und neu interpretiert, gegliedert und gefasst, ebenso die innenliegenden Behandlungszimmer. Die Ausformung der Decke dient nicht nur der räumlichen Fassung, sondern auch der Aufnahme der Gebäudetechnik.

Da der sehr tiefe Gebäudegrundriss lediglich von den beiden Straßenfronten und einem kleinen Innenhof belichtet wird, ist die künstliche Beleuchtung der atmosphärischen Empfangs- und Wartebereiche als auch der zahnarzttechnischen Behandlungs- und Laborbereiche sehr wichtig. Speziell für die Praxis angefertigte Pendelleuchten und reflektierende bronzefarbene Spiegelwände täuschen ganz im Sinne des Barocks über diese Problematik hinweg. Auf diesen finden sich geätzte Darstellungen ausgewählter Pflanzen des "Hortus Eystettensis", einer beutenden botanischen Sammlung von aus dem 17. Jh.