Wettbewerb Bauquartier MK1 Frankfurter Ring

Ehemalige Funkkaserne

Der ruhige Baukörper erhält durch präzise geometrische Besonderheiten - Knicke und Höhenstafflung - einen ganz eigenständigen Charakter. Die geknickte Flucht zur Max Bill Straße leitet ins Quartier und positioniert den Baukörper mit einem angenehmen Winkel zum Frankfurter Ring. Der Knick zum Grünraum verankert den Baukörper im Gefüge. Beide Knicke proportionieren das Volumen, sorgen für eine wohltuende Maßstäblichkeit und vermitteln zwischen den Richtungen und Räumen. Wichtig dabei ist auch mit der Wesensart der zwei Nutzungen umzugehen und die Einheit des Körpers zu erhalten.

An den Eckpunkten zu den weiten Räumen Richtung Tram, zum Frankfurter Ring und zum Stadtplatz sind Hochpunkte gesetzt. Die differenzierte Höhenstafflung unterstützt die Maßstäblichkeit und differenziert die Räume zur Stadt. Das MK1 ist ein neuer, markanter Stadtbaustein und im heterogenen Umfeld ein ruhender schwerer Körper mit Bestand.

Im Inneren des Gefüges gibt es auf zwei Niveaus den Nutzungen - Wohnen und Hotel - zugeordnete Höfe. Der gemeinsame Hofraum bildet mit Vor- und Rücksprüngen spannungsreiche, wohlproportionierte Teilräume aus. Dem Wohnen ist das obere Niveau zugeordnet und bleibt damit deutlich privater. Der Hotelhof im Erdgeschoß ist öffentlich zugänglich und kann gastronomisch bespielt werden. Über eine große Öffnung im Westen vermittelt der Hof seine Aktivitäten nach außen zur Tram und zur Öffentlichkeit.