Wettbewerb Theresienstraße

1. PREIS

Die Maxvorstadt wird geprägt durch eine starke Polarität belebter Straßenräume und privater Innenhofsituationen. Die unterschiedlichen Lagen „an der Straße“ und „im Hof“ werden als Merkmal städtischen Wohnens in Form von „verschränkten Höfen“ als kontinuierliche, gemeinschaftliche städtische Räume weiter entwickelt.

Fünfgeschossige Gebäude, die sich je nach Lagegunst auf vier Geschosse zu den Höfen hin abstaffeln, bilden die Grundbausteine des Gefüges. Durchblicke werden gefasst, Passagen entstehen und bilden eindeutige Adressen an der Theresienstraße aus.

Das Bedürfnis nach ruhiger und ungestörter Privatheit steht im Gegensatz zum gemeinschaftlichen Wohnen im städtischen Umfeld; dieses ambigue Gleichgewicht herzustellen ist die Aufgabe des Projektes. In den sehr verdichteten Räumen wird ein sinnvolle Verteilung von Privatheit und Öffentlichkeit hergestellt. Differenziert gestaltete Freiräume bieten unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten, die Lage der Zugänge sowie wechselnde Orientierungen der Wohnungen sichern die Privatheit.

Die knapp vor den Gebäuden verlaufenden durchgängigen Balkone geben den Wohnungen einen individuellen Freiraum, an den Loggien verbreitern sich diese - sonst schmalen - Bänder zu großzügigen grünen Zimmern.

Die Gebäude werden als Massivbauten in Stahlbeton mit einem verputzten, glatt gefilzten Wärmedämmverbundsystem ausgeführt. Die Gestaltung der Fassaden referenziert dabei auf die leichtfüßige Eleganz der charakteristischen Häuser der 1950er Jahre in der Maxvorstadt. Die neuen Gebäude verfügen über ein hohes Maß an Individualität und sind als einzelne Bausteine erkennbar. Die Wohnungen sind variabel in Größe und Grundriss und bieten durch die Schaffung verschiedener Typologien eine flexible und lebendige Mischung im Gefüge.