Wettbewerb Gleisharfe Neuaubing

3. PREIS

Das neue Stadtquartier ist umgeben von funktional, maßstäblich und typologisch sehr heterogenen Strukturen. Der Ort der Gleisharfe wird als Stadtraum neu in das Bewusstsein der Stadt eingeführt. Das Ausgrenzende der bisherigen Nutzung als gefächerter Schienenkörper weicht dem neuen "alten" gefächerten Raumgefüge im umgebenden Grün.

Dichte Grünstrukturen und Biotopzonen im Osten und Nordwesten, die Bahnlinie im Norden sowie die breit gestaffelten, denkmalgeschützten Hallen der zukünftigen Gewerbenutzung im Süden bestimmen zusammen mit den historischen „Eisenbahnerhäusern“ den Ort.

Der neu gestaltete John-Curr Platz am Bahnhof Neuaubing schafft ein angemessenes Entrée zu den umgebenden städtischen Funktion der Märkte, des Reisens, der bestehenden Quartieren Aubing, Neuaubing und des neu entstehenden Stadtteils Freiham.

Die Situation schafft einen definierten Punkt des Eintretens und des Verlassens in das neue Quartier. Dieses Eintreten wird durch das historische Tor der Gleisharfe im Nordwesten markiert. Geleitet von der nördlichen Mauer fächern sich die Stadträume des Quartiers als aufeinanderfolgende Weichenräume auf. Durch das Aufnehmen der Richtungen der Gleise ergeben sich gekrümmte Räume, die dem Quartier trotz seiner linearen Offenheit den Eindruck einer räumlichen Geschlossenheit verleihen. Die inneren Freiräume sind visuell abgeschlossen und gehen doch als fließendes Kontinuum ineinander über. Sie bilden eine Raumharfe.