Wettbewerb Fraunhoferstraße

Die Besonderheit des Ortes liegt begründet in einer der typisch münchnerischen Isarbrücken und dem dazu gehörigen Brückenkopf, der eine räumlich definierte Antwort einfordert. An dieser besonderen Stelle, die den Übergang von Isarraum zum Stadtraum markiert wird ein neues Haus stehen.

Der Entwurf schlägt vor den im Stadtgrundriss konisch zugeschnittenen Block an der Ecke Erhardt und Fraunhoferstraße im Sinne des Rahmenplans von Theodor Fischer zu schließen. Das Haus schließt zur Isarau die prägnante städtebauliche Kante und bildet den Abschluß der Höhenentwicklung dieser besonderen Häuserfront; ein maßstäblich adäquates Gegenüber zum Eckhaus an der Auenstraße wird damit geschaffen. Das neue Haus schafft mit seinem Baukörper eine neue stadträumliche Passage in die Fraunhoferstraße. Die wechselnde Höhenentwicklung der Dachkante entlang der Fraunhoferstraße wird die stadträumliche Situation stärken und in einen Hochpunkt zur platzähnlichen Aufweitung hin zur Baader- und Reichenbachstraße überleiten. Es entsteht eine prägnante Platzfassade die raumbildend in den Straßenraum wirkt und die Platzsituation fasst. Das vorspringende Gebäude unterstützt diesen Effekt durch die Verengung des Straßenraums und die klare Fassung der Platzsituation.

Der starke Baukörper zeigt zum Isarufer eine elegante und städtische Fassade die sich über Eck in die Fraunhoferstraße fortsetzt und sich dann dem vorspringenden Gebäude gehorchend wandelt. Materialwahl und die Profilierung der Fassade verleihen dem Haus seine Wertigkeit und unterstreichen seine besondere stadträumliche Rolle.