Mit der BUNNYHILL-Staatsgründung im Herbst 2004 haben die Münchner Kammerspiele auf verschiedenen inhaltlichen wie ästhetischen Ebenen das Verhältnis von Peripherie und Zentrum, von Stadtkern und Stadtrand untersucht. 2006 ist Bunnyhill wieder in der Stadt und beschäftigte sich mit dem Münchner Stadtzentrum und seiner spezifischen Struktur unter der Frage „WEM GEHÖRT DIE STADT“

Sieht man die perfekte Ausstrahlung des Münchner Zentrums, die einerseits alle Qualitäten einer Großstadt birgt, so scheint sie doch andererseits in ihrem Image mit München als „touristischem Superbrand“ gefangen, utopieentladen und stets mit der Angst behaftet, jemals großstädtisch und damit auch unübersichtlicher zu werden.

In Zusammenarbeit mit Bunnyhill und der morePlatz ag. schenkte Palais Mai der Stadt München in einer Symbiose aus architektonischer Intervention und den Theater eine temporäre Stadtutopie. Ziel der Intervention war eine zeitweise Umdeutung des Zentrums durch die Erschaffung verschiedener, Sehnsuchtsorte innerhalb einer neuen, gedachten Stadt.

MÜNCHEN WIRD MÜNJING

MÜNJING ist dabei, anders als München keine Idealstadt. Münjing ist eine Einladung an die Bewohner den Sinn für die Stadt zu schärfen! Mit den Mitteln der Ankündigung und Imagination wächst Münjing. In einer fantastischen, baulichen Simulation wird Münjing als Hafenstadt behauptet.

Dazu werden acht 40ft Überseecontainer in Form einer großen, 8m hohen und 24m breiten Wandbühne auf dem Stachus platziert. Verschiedene ergänzende Projekte wurden auf drei großen Bautafeln als Präsentation sich abzeichnender Veränderungen im Stadtraum zur Diskussion gestellt. Nun bieten einzelne Räume Spiel- und Installationsort zum Thema: WEM GEHÖRT DIE STADT? Die „Baustelle“ wird zur dynamischen und offenen Keimzelle eines neuen Stadtraums für Müjing.