Wohnbebauung Braystraße

Durch die im Norden liegende Kirche St. Gabriel und den prächtigen Baumbestand entsteht in dem Hofensemble eine sehr besondere Atmosphäre. Das Projekt macht es zu seiner Hauptaufgabe den Charakter des Hofes zu stärken und sowohl die neuen, als auch die bestehenden Wohngebäude davon profitieren zu lassen. Mit der neu entstehenden höheren Dichte soll weiterhin für alle Bewohner das Besondere des Ortes erfahrbar bleiben. Der wertvolle Baumbestand wird fast gänzlich erhalten. Der Blick durch die Passage der zwei neuen Baukörper hindurch auf die andere Hofseite ist weiterhin möglich und damit der Bezug der beiden Längsseiten.

Die Neubauten passen sich an die Bedingungen des Ortes, den Baumbestand, an und berücksichtigen die Abstandsflächen zum Bestand. Dabei bilden sie neue ausdifferenzierte Räume, die den gesamten Hof durchlässig und damit erfahrbar machen aber auch neue Orte definieren. Der Hof wird neu zoniert. Der eher ruhigere Gartenhof bleibt von Erschließung frei, der belebtere Hof an der Ostseite des Ensembles dient der Erschließung der Häuser und ist stärker befestigt. Die Passage zwischen den Gebäuden steht als engerer Raum in einem spannungsreichen Kontrast zu den restlichen weiteren Hofräumen.

Die beiden Baukörper beherbergen jeweils zwei Häuser. Diese sind als 4- und 5 Spänner organisiert. Das dritte neue Gebäude im Hof befindet sich an der Brandwand im Süden und wird als Kinderhaus genutzt werden.

Die Gestaltung der zweischaligen Mauerwerksbauten wird aus den umgebenden Gebäuden entwickelt. Die hellen Mauerwerksfassaden der Neubauten sind farblich an die bestehenden Wohngebäude angelehnt und in ihrer Struktur und Materialität an die Klinker der Kirche. Fenster und Sonnenschutz sind an beiden Baukörpern leicht unterschiedlich - so findet man drei sich ambivalent verhaltende Individuen im Hof.

mock up Fassade
mock up Fassade