Wohnbebauung im Münchner Westen

Das Grundstück ist vorerst durch auf dem ersten Blick widersprüchlichen Punkten geprägt: Zum einen fordert die aktuelle Wohnungssituation in München eine ausreichende Ausnutzung des Grundstücks, gleichzeitig verlangt die Nachbarschaft aus einer niedrigeren Bebauung nach einem behutsamen Umgang mit dem vorgefundenen Maßstab.

Umrandet von einem dichten Vorhang aus Bestandsbäumen, entstehen drei Stadthäuser, die an manchen Stellen die Straßenkante klar definieren, an anderen Stellen diese Grenze bewusst verlassen, um den Straßenraum um kleine Grüntaschen räumlich zu erweitern. Das einst eher vorstädtisch geprägte Viertel erhält einen zweideutigen Charakter: Ein urbanes Grünquartier in der pulsierenden Großstadt, in dem sich Stadthäuser in möglichst viele Richtungen orientieren und sich im Grünen verankern.

Während im Treppenhaus das Gefühl der Gemeinschaft durch spannende Blickbezüge verstärkt wird, garantieren die Wohneinheiten selbst Intimität und Privatsphäre.
Jede Wohnung ist dabei zu mindestens zwei Himmelsrichtungen ausgerichtet. Durch die Geometrie der Häuser werden direkte gegenüberliegende Blicksituationen vermieden. Durch die an den Ecken gebrachten Loggien wird die Fassade verlängert und das Grüne tief in das Innere geholt.